Hassia Bingen - FC Karbach 0:3 (0:2)

 

Die Binger Hassia hat weiter Probleme, sich in der Fußball-Oberliga zu akklimatisieren. Gegen den FC Karbach kassierten die Kicker vom Rhein-Nahe-Eck eine 0:3 (0:2)-Niederlage. Nach dem Auftaktsieg gegen die TSG Pfeddersheim (3:1) gingen die Binger nun zum vierten Mal in Folge leer aus, fingen sich dabei jeweils drei Gegentore ein.

In der Anfangsphase waren die Gastgeber dem FC noch auf Augenhöhe begegnet, hätten dabei in Führung gehen können. Bereits nach einer Minute kam Philipp Schrimb nach einem Einwurf zum Abschluss, den Florian Bauer im Kasten der Hunsrücker aber stark parierte. Der darauf folgende Nachschuss von Baris Yakut ging über das Tor. Bauer reagierte auch nach einer Viertelstunde stark, als er einen Schuss von Mükerem Serdar entschärfte. „In den ersten 25 Minuten haben wir es sehr gut gemacht, hatten die ein oder andere Chance. Da hat der Torwart der Karbacher seine Mannschaft im Spiel gehalten“, sagte Hassia-Trainer Nelson Rodrigues. Auch die Karbacher hatten sich schnell vor des Gegners Tor bemerkbar gemacht. Mathias Fischer flankte, die Direktabnahme von André Marx ging über das Gehäuse der Binger (8.). Mit der FC-Führung kam es zu einem Bruch im Spiel des Aufsteigers. Enes Softic hatte Enrico Köppen gefoult, Schiedsrichter Jan Dennemärker entschied auf Elfmeter. Marx trat an und scheiterte zunächst an Torwart Jens Maaß, im Nachschuss versenkte der Gäste-Akteur den Ball aber in den Maschen. „Wir hätten das 1:0 machen müssen. Doch im Gegenzug haben uns die Karbacher gezeigt, wie es geht. Das war für uns wie ein Schlag ins Gesicht“, resümierte Rodrigues.

Bei den Bingern schlichen sich anschließend immer wieder Unachtsamkeiten ein, im Spielaufbau stockte es vermehrt. Zusätzlich fand die Rodrigues-Auswahl immer weniger Zugriff auf den Gegner. Symptomatisch dafür war das 2:0 der Hunsrücker. Nach einem Ballgewinn in der eignen Hälfte legte Tobias Jakobs ein sehenswertes Solo hin, ließ mehrere Gegenspieler stehen und tauchte alleine vor Maaß auf. Dort behielt der FCler die Ruhe und vollendete souverän zum 2:0 (35.). „Die Karbacher hatten mehr vom Spiel und haben uns ausgekontert. In der Halbzeitpause waren die Jungs entsprechend geknickt“, erklärte Rodrigues, der mit einer taktischen Umstellung neue Impulse für die zweiten 45 Minuten setzen wollte. Doch die Hoffnungen auf eine Aufholjagd waren schnell verflogen, nachdem sich die Hassiaten wenige Sequenzen nach Wiederanpfiff im Abwehrverbund unsortiert zeigten und dem FC das 3:0 ermöglichten. Bei einem langen Ball in die gegnerische Hälfte hatten Oscar Feilberg, Köppen und Jakobs viel Platz zum Kombinieren. Letzterer schloss den Angriff zum dritten Treffer ab (48.).

In der restlichen Spielzeit plätscherte die Partie vor sich hin, Torraumszenen waren die Seltenheit. „Wir wollten nicht mit einem 0:5 in die Trainingswoche gehen, sondern die Begegnung mit einem ordentlichen Ergebnis beenden. Für das nächste Spiel müssen wir nun nach Lösungen suchen“, betonte Rodrigues. Auf der Gegenseite herrschte nach dem ersten Auswärtssieg der Saison ausgelassener Jubel. Der Langenlonsheimer Thomas Wunderlich, der zum Karbacher Trainerteam gehört, resümierte: „Am Anfang hatten wir etwas Glück. Aber danach hatten wir das Heft in der Hand. Auch in der Abwehr haben wir eine solide Leistung gezeigt.“