Karbacher Tore gegen Engers sorgen für Gesprächsstoff

Der 3:0-Sieg des FC Karbach im Fußball-Oberliga-Derby gegen den FV Engers war verdient. Daran gab es keine Zweifel. Und dennoch sorgte das Zustandekommen jedes einzelnen Treffers für Gesprächsstoff. Da waren zwei Treffer, bei denen die Gäste Foulspiele monierten. Da war ein Eigentor der Marke Traumtor. Da waren allerdings auch – und das machte den Sieg definitiv zu einem verdienten – zahlreiche Karbacher Möglichkeiten

 

Das schöne Wetter hatte immerhin 400 Zuschauer auf den Karbacher Quintinsberg gelockt. Der wiederum präsentierte sich nach dem langen Winter in einem holprigen Zustand, was sich in der Konsequenz auch in der Qualität des Spiels niederschlug. Sehr intensiv zwar. Aber mit wenigen guten Kombinationen. Auch wenn das zwischen den Sechzehnern oft Stückwerk war, so bekamen die Besucher doch zumindest einige gute Torraumszenen geboten.

Die erste nach zwei Minuten. Da brachte Lukas Klappert einen Freistoß hoch in den Strafraum. Beim Versuch, den Ball zu klären, prüfte ein Engerser Defensivakteur seinen eigenen Schlussmann Safet Husic zum ersten Mal. Die nächsten beiden Möglichkeiten gehörten ebenfalls den Gastgebern. Zunächst verzog Dominik Kunz aus 22 Metern (4.), dann traf Oscar Feilberg den Ball nach einer perfekten Flanke von Kunz nicht richtig (9.).

Die beste Chance hatten allerdings die Gäste aus Engers. Nach Vorarbeit von David Peifer und Christian Wiersch an der Grundlinie, stand Yannik Finkenbusch einschussbereit vorm Tor, doch Mathias Fischer rettete in allerhöchster Not (17.). „Das war natürlich eine Riesenchance“, sagte Engers-Coach Sascha Watzlawik. Es sollte allerdings für lange Zeit auch die einzige für sein Team bleiben. Karbachs Feilberg hatte zwei Minuten später seine zweite dicke Möglichkeit. Nach einem zu kurzen Rückpass von FV-Abwehrspieler Marian Kneuper stand der FC-Akteur alleine vorm Keeper. Und scheiterte erneut.

Diskussionswürdig war dann das 1:0. Nach einer Engerser Kopfballverlängerung stand Tobias Jakobs auch frei vorm Keeper, scheiterte zunächst, stocherte den Ball dann aber doch noch ins Tor. „Der hatte doch die Hand auf dem Ball“, monierten Engerser Spieler und Zuschauer – und meinten mit „der“ Schlussmann Husic. „Ich konnte es nicht sehen“, sagte Watzlawik. Mehr wollte er zu der Situation dann auch nicht sagen. Zum Karbacher 2:0 äußerte er sich auch: „Er trifft ihn weltklasse.“ Gemeint war sein Abwehrspieler Alexej Eberhardt, der eine Flanke von Michael Kohns über seinen herauseilenden Keeper unhaltbar ins Tor lupfte (54.). „Da hat auch die Absprache gefehlt“, meinte der Gästecoach. Dessen Team war zu diesem Zeitpunkt sogar die aktivere Mannschaft gewesen, hatte zwei Möglichkeiten: Einmal rettete FCK-Keeper Lukas Schmitt im Eins-gegen-eins-Duell mit Finkenbein (47.), einmal wurde ein Schuss von Peifer geblockt (51.). Nach dem 2:0 war die Sache dann gelaufen. Engers versuchte zwar alles, war dafür aber anfällig für Konter: In der 59. Minute scheiterte Johannes Göderz von halbrechts. In der 62. Minute hatten sowohl Feilberg als auch Köppen die Chance einzuschießen. In der 66. Minute ging ein Ball des eingewechselten Sören Klappert knapp am langen Pfosten vorbei. Und das ging so weiter. Bis zur 82. Minute, als Engers aus dem Gewühl heraus den Innenpfosten traf, von wo der Ball in die Arme von Schmitt kullerte. „Machen wir den, wird es vielleicht noch mal eng“, meinte Watzlawik.

Stattdessen setzte Sören Klappert in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Auch hier gab es Redebedarf. Klappert soll, als er sich gegen zwei Engerser durchsetzte, regelwidrig mit den Armen gearbeitet haben. Das spielte aber nur noch eine kleine Rolle. Und Karbachs Coach Torsten Schmidt war es relativ egal. Der freute sich über den Sieg und die Tatsache, dass mit nun 38 Punkten auf dem Konto in Sachen Klassenverbleib nichts mehr schiefgehen wird. Auch deswegen bekommen seine Jungs trainingsfrei und müssen in dieser Woche insgesamt nur zweimal ran