Karbachs spielt schwach in Wiesbach und verliert

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„Da war sicherlich mehr möglich“, ärgerte sich Torsten Schmidt nach der 2:4-Auswärtsniederlage seines FC Karbach in der Fußball-Oberliga bei Hertha Wiesbach. Seine Mannschaft sei ebenbürtig gewesen, habe aber nicht nur in der ersten Minute, sondern auch bei einigen weiteren Standards geschlafen, haderte der Karbacher Trainer.

Nicht einmal 40 Sekunden waren vor 250 Zuschauern gespielt, da stand Patrick Ackermann vollkommen alleine fünf Meter vor dem Tor der Gäste. Gegen seinen Kopfball zum 1:0 gab es für Torhüter Lukas Schmitt keine Abwehrchance. Nicht einmal 60 Sekunden später hätte sich Karbach nicht beschweren können, wenn man mit 0:2 in Rückstand geraten wäre. Björn Recktenwald scheiterte am gut reagierenden Keeper Schmitt (2.). „Solche Fehler dürfen nicht passieren und es war bitter, dass diese in den ersten Minuten vorkamen“, beklagte Schmidt die Abstimmungsprobleme seiner Abwehrkette.

Nach der turbulenten Anfangsphase konnte sich der FCK etwas befreien, hielt das Spiel offen und kam nach einer Viertelstunde zum Ausgleich. Nach einer Hereingabe zögerte Wiesbachs Torhüter Julian Wamsbach beim Herauslaufen und Michael Kohns köpfte zum 1:1 ein (15.). Danach neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Als die Zuschauer schon mit einem Remis zur Halbzeit rechneten, schlug Wiesbach doch noch einmal zu. Einen Freistoß von Giovanni Runco köpfte Recktenwald (43.) zum 2:1 ein.

Die Begegnung verlief auch nach dem Seitenwechsel offen. Interessante Torszenen blieben aber auch im Halbzeit zwei Mangelware. Oscar Feilberg (49.) hatte die große Ausgleichschance auf dem Fuß, als er den Ball über das Tor schoss. Beim 1:3 patzte die Karbacher Defensive wieder nach einer Standardsituation: Die FC-Abwehr bekam mehrfach den Ball nicht weg und Oliver Hinkelmann (63.) lochte zum 3:1. „Das darf uns einfach nicht passieren, dass wir bei Standards so unkonzentriert sind und immer wieder Gegentore kassieren“, stellte später auch Karbachs Kapitän Johannes Göderz fest. Ackermann erhöhte sogar auf 4:1 (70.), das keinesfalls spielerisch den Karbachern überlegen war. „Sie haben unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt und aus ihren wenigen Möglichkeiten eiskalt ihre Tore gemacht“, fand Schmidt. Joker Enrico Köppen betrieb mit dem 2:4 noch Ergebniskosmetik (73.).

Karbach musste schon früh Leo Kabashi (35.) auswechseln. „Nach langer Pause wegen eines Kreuzbandrisses hat er sich erneut am lädierten Knie verletzt. Damit fiel uns ein weiterer wichtiger Mosaikstein für unsere Offensive aus“, haderte Schmidt mit dem Verletzungspech von Neuzugang Kabashi. Trotz der Niederlage in Wiesbach gibt sich der Karbacher Trainer zuversichtlich für die Zukunft: ,,Ich habe auch viele gute Dinge gesehen. Unser Entwicklungsprozess geht in die richtige Richtung.“ Am Karsamstag muss sich Karbach beim Tabellenzweiten FK Pirmasens in der Defensive aber besser anstellen