Spvgg Cochem - SG Hausbay-Pfalzfeld/Braunshorn 2:1 (1:0)

Rund 300 Zuschauer waren ins Cochemer Moselstadion gekommen, um dem Spitzenspiel beizuwohnen. Und sie sahen eine intensive Partie, in der taktisch und läuferisch bestens aufgestellte Gäste die Räume eng machten und so die Cochemer Kreativ- und Offensivabteilung immer wieder an ihre Grenzen brachte. Dennoch gehörten die ersten Möglichkeiten der Partie den Gastgebern. Nach fünf Minuten setzte Andreas Nicolay einen Eckball von Eric van Moerbeeck übers Tor. Nur vier Minuten später folgte dann der erste sehenswerte und herausgespielte Angriff der Hausherren. Marco Leal und van Moerbeeck setzten sich mit einem Doppelpass auf der rechten Seite durch, Leal passte flach in die Mitte, wo ein Abschluss von Dominic Hülsemann geblockt wurde. Die erste Möglichkeit der Gäste resultierte aus einem Cochemer Fehler: Nachdem Marcel Michalski über den Ball getreten hatte, kam Dirk Wagner am zweiten Pfosten zum Abschluss, doch auch sein Schussversuch wurde geblockt (13.). Die beste Chance hatte aber Eric Schwarz, dessen Abschluss auf der Linie vom Hausbayer Kai Wickert gerettet wurde (21.). Hausbay hatte eine dicke Doppelchance, zunächst scheiterte Marvin Vogt an Keeper Dominic Materna, dann setzte Wickert eine Flanke volley am Fünfereck knapp übers Tor. Anschließend passierte vor allem deswegen nicht viel vor den Toren, weil Hausbay wenig für die Offensive tat und weil die letzten Pässe der Gastgeber nicht ankamen. Auch, weil die Gäste die Räume eng machten und die Cochemer kaum zur Entfaltung kommen ließen.

Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause konnte sich die Mannschaft von Trainer Manuel Bausen eine optische Überlegenheit erarbeiten und tat mehr fürs Spiel. Und sie nutzte den aufkommenden Wind in der 43. Minute perfekt aus. Nach einem Eckball von van Moerbeeck stand der Ball fast in der Luft. Der kleine Klaus Fahrenkrog stieg am kurzen Pfosten hoch und konnte den Ball mühelos und relativ unbedrängt in den Winkel köpfen. Zur verdienten Halbzeitführung für die Gastgeber. Auch der zweite Cochemer Treffer fiel nach einem Eckball. Dieses Mal brachte Hülsemann den Ball an den Fünfer, wo Schwarz den Kopf hinhielt und einnetzte (51.). Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel noch einmal spannend, als Dominic Materna einen Schuss von Alexander Merg vor die Füße von Kevin Leidig abwehrte und der nur noch einschieben musste zum 1:2 (67.).

Anschließend lieferten sich die Teams ein intensives Spiel, kämpften um jeden Meter, oft am Rande der Legalität. Schön war es oft nicht. Spannend schon. Den Gastgebern merkte man an, dass die Kräfte zunehmend schwanden, es gab nur noch wenige gute Entlastungsangriffe. Einer davon hätte allerdings in der 83. Minute die Vorentscheidung bedeuten können: Nach einer Flanke von Franzen setzte Hülsemann den Ball knapp neben den Pfosten.

Doch auch Hausbay fand keine Mittel, um wirklich gefährlich vor das Cochemer Tor zu kommen. „Ich kann hier keinem einen Vorwurf machen“, sagte Hausbays verletzter Spielertrainer Mirko Bernd. „Wir hätten die eigenen Möglichkeiten vielleicht sauberer zum Abschluss bringen müssen, aber sowohl läuferisch als auch was die Teamleistung angeht, war das richtig gut und stimmt mich optimistisch für die noch ausstehenden Spiele.“ Zufrieden war auch Bausen. Verständlicherweise. „Ich denke, es war alles in allem verdient, weil wir doch mehr fürs Spiel getan haben und ein Chancenplus hatten