TSV Emmelshausen ist nach dem 2:0 gegen TuS Koblenz II wieder Tabellenführer

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Minimalistischer TSV dank Vogt wieder Erster

Sascha Wetzlar 29.04.2018, 20:46 Uhr

Minimalistischer Heimsieg für die Männer von Julian Feit: In der Fußball-Rheinlandliga siegte der TSV Emmelshausen mit 2:0 (1:0) gegen den TuS Koblenz II. Dustin Vogt, als Mittelstürmer aufgeboten, schnürte einen Doppelpack. Der positive Nebeneffekt schlechthin: Mit dem Dreier erklomm der TSV erneut die Tabellenspitze und nutzte die Heimpleite der Sportfreunde Eisbachtal gegen den VfB Linz. Vier Spieltage vor Ende der Saison ist der Traum von der Oberliga damit so lebendig wir nie zuvor.

 

 

Der TSV Emmelshausen ist nach dem 2:0 gegen TuS Koblenz II wieder Tabellenführer.

Feit baute sein Team ein wenig um, zog den etatmäßigen „Neuner“ Ufuk Kurt ins Mittelfeld zurück und schickte den wesentlich schnelleren Dustin Vogt in vorderste, zentrale Front. Eine Maßnahme, die in Halbzeit eins zunächst wenig fruchtete. Das Spiel plätscherte chancenarm so vor sich hin, bis eben der neue Mittelstürmer Vogt dann doch goldrichtig stand. Rechtsverteidiger Martin Weber drängte bis zur Torauslinie vor, seine halbhohe Flanke klatschte Gästetorwart Philip Gelhard nur nach vorne ab, wo Vogt im Fünfmeterraum nur den Fuß hinhalten musste – 1:0 (38.).

Koblenz II, schon bis zu diesem Zeitpunkt etwas gefälliger wirkend, nutzte dann die Minuten bis zum Pausenpfiff, um einige Chancen liegen zu lassen. Zunächst versuchte Edeltechniker Emre Kaya die ganz hohe Kunst, lupfte das Leder aus 20 Metern aufs Tornetz (40.), dann vergab Kaya nach Pass von Steffen Klöckner aus Nahdistanz (41.) und bei der Direktabnahme von Volkan Karaman fehlte auch nicht viel (44.). Kopfschüttelnd erklärte der Koblenzer Trainer Dirk Laux nach Spielende: „Wir bringen den Ball einfach nicht im Tor unter. Aber das geht schon seit Wochen so. Zwar haben wir keinen echten Stürmer vorne drin, aber auch ein Verteidiger oder ein Außenspieler darf gerne mal einen Ball aus zwei Metern über die Linie drücken.“

Wie sehr sich das rächen sollte, zeigte der TSV in der Viertelstunde nach Wiederbeginn – seiner einzigen guten Phase. Marcel Christ jagte einen selbst erkämpften Ball aus spitzem Winkel ans Außennetz (47.). Drei Minuten später verwertete erneut Vogt einen Zuckerpass von Tobi Lenz, indem er überlegt und flach zum 2:0 einschob (50.). Fast wäre Vogt ein nicht ganz lupenreiner Hattrick gelungen, doch als er sich in Minute 67 durchtankte, war bei Keeper Gelhard Endstation. Fortan spielten aber nur noch die Gäste vom Deutschen Eck. Gefällig bis zum TSV-Tor, aber auffallend ungefährlich im Abschluss. Ein schöner Distanzschuss von Kapitän Kerim Arslan kam dem Anschlusstreffer noch am nächsten (89.).

TSV-Coach Feit meinte: „Hinten heraus hätte ich das Ergebnis natürlich viel lieber über die Zeit gespielt, anstatt über die Zeit verteidigt. Da haben wir uns zu sehr hinten rein drücken lassen. Wir haben aber die Phase in der zweiten Halbzeit, als wir das Spiel zu unseren Gunsten entschieden, sehr gut vorbereitet. Und zwar in der ersten Halbzeit. Die blieb zwar ohne größere Torchancen, da haben wir den Gegner aber sehr viel laufen lassen, weil wir gute Spielverlagerungen hatten.“