TSV freut sich auf das Engerser Flutlicht

TSV_Emmelshausen

Fünf Spiele sind vorüber in der Fußball-Oberliga. Der TSV Emmelshausen ist Tabellenvorletzter mit drei Punkten, die gleiche Anzahl sammelten bislang die Mitaufsteiger aus Bingen und Dillingen. TSV-Trainer Julian Feit will das aber noch nicht als Indiz werten vor dem Auswärtsspiel am Freitag um 19.30 Uhr beim stark gestarteten FV Engers

 

Ich denke, es ist noch ein paar Spiele zu früh, um das zu bewerten. Vielleicht kann man nach unserem Spiel gegen Ludwigshafen mehr sagen“, sagt Feit. Das findet am 9. September auswärts statt. Vorher geht es nach Engers, am kommenden Mittwoch im Rheinlandpokal nach Oberwinter und im Anschluss zu Hause gegen Rot-Weiß Koblenz. Engers und Rot-Weiß sind übrigens die beiden Vorgänger der Emmelshausener als Rheinlandmeister. Beide haben sich etabliert – beziehungsweise mehr als das: Rot-Weiß hat bislang alle vier Spiele gewonnen und ist Zweiter, weil es eine Partie weniger absolviert hat wegen der Teilnahme am DFB-Pokal. Und Engers hat als Vierter zehn Zähler auf dem Konto. Dass beide Klubs teilweise auch finanziell andere Möglichkeiten haben als der TSV mag Feit nicht explizit so sagen, dennoch stehen Spieler anderer Preisklassen als in Emmelshausen im Kader. Feit: „Man muss aber einfach sagen, dass beide Vereine sehr, sehr gute Arbeit machen und auch dadurch attraktiv für Spieler geworden sind. Gerade in Engers ist es so, dass sie trotz hoher Fluktuation im Kader im Sommer genau wissen, was sie machen auf dem Feld. Also müssen sie in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.“

Bei einem Sieg würde Engers zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung übernehmen. Doch von all' dem will der Engerser Trainer Sascha Watzlawik im Vorfeld nicht viel wissen: „Natürlich wäre es eine tolle Momentaufnahme, wenn wir Erster würden. Doch Emmelshausen hat eine eingespielte Mannschaft mit guten Einzelspielern. Ich habe sie zweimal beobachtet. Emmelshausen wird sicherlich versuchen, uns zu überraschen. Doch wir haben auch einen Plan B.“

Den hat Feit natürlich auch: „Das gehört doch dazu. Es ist heutzutage selten so, dass 90 Minuten lang das Gleiche gespielt wird.“ Gerade Engers tue das nicht, weiß Feit: „Sie sind sehr variabel. Mal eröffnen sie zu dritt, mal zu viert, mal gehen die Außenverteidiger hoch und es wird zu dritt über einen Sechser eröffnet. Ich habe eine Idee, wie wir das am besten zustellen können, aber das werden wir noch besprechen, das muss auch für die Spieler passen.“

Von denen hat Feit bis auf Arlind Aliqkaj (verletzt) alle an Bord, drei Feldspieler muss er aus dem Kader streichen. Bei allem Respekt vor Engers will Feit auch am Wasserturm etwas holen: „Flutlicht, ein relativ lokales Spiel, man kennt sich – die Vorfreude ist da.“ Auch wenn beide Klubs momentan 13 Plätze trennen