TSV patzt beim Abstiegskandidaten VfB Linz

TSV_Emmelshausen

Drei Tage nach dem 1:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen die Sportfreunde Eisbachtal wurde der TSV Emmelshausen auf dem Linzer Kaiserberg wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Emmelshausen hat nach dem schweren Spiel am Mittwochabend sicherlich etwas die Spritzigkeit gefehlt. Doch wir haben auch über 90 Minuten ein richtiges gutes Spiel gemacht und aufgrund der Mehrzahl von klaren Tormöglichkeiten verdient gewonnen“, freute sich der VfB-Trainer Paul Becker über den nicht einkalkulierten Dreier im Kampf gegen den Abstieg gegen das Spitzenteam aus dem Hunsrück. Emmelshausens Trainer Julian Feit wollte die englische Woche nicht als Entschuldigung für den müden Kick seiner Spieler akzeptieren: „Das ist auch Kopfsache. Wir haben viel zu wenig Wege gemacht. Auch wenn wir ein bisschen müde waren, ist diese Leistung nicht zu entschuldigen. Als Tabellenführer müssen wir in der Lage sein, besseren Fußball zu spielen. Ich bin enttäuscht.“

Doch Emmelshausen hatte nicht nur Probleme im Spiel nach vorne, sondern zeigte auch deutliche Schwächen in der Defensivarbeit. Einen dieser Schwachpunkte nutzten die Gastgeber nach elf Minuten eiskalt aus, als Eray Kizilkan seinen Mitspieler Kyrion mit einem einfachen Pass in gute Schussposition brachte. Gegen dessen Lupfer war der aus seinem Tor herausgeeilte TSV-Torhüter Lukas Will I machtlos. Wer nun eine Reaktion der Gäste erwartet hatte, wurde enttäuscht. Gegen die gut organisierte Viererkette des VfB kam Emmelshausen zu keiner 100-prozentigen Möglichkeit. Im Gegenteil: Gefährlicher blieb der VfB. Wieder völlig frei verpasste es Samet Aslan in der 39. Minute, sogar die 2:0-Pausenführung zu erzielen. Seinen Schuss konnte Will gerade noch an die Latte lenken. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte der Spitzenreiter Glück, als Michael Fiebiger den Ball völlig frei aus sieben Metern am linken Pfosten des Emmelshausener Tores vorbei ins Toraus setzte (51.).

Erst Mitte des zweiten Spielabschnitts deuteten die Gäste ihre Gefährlichkeit an. Marcel Christ verfehlte mit einem Schuss aus elf Metern das Linzer Tor nur knapp (65.). Die Vorentscheidung in dieser Partie verpasste der Linzer Kizilkan nach 67 Minuten, als er in der gegnerischen Hälfte einen Abspielfehler des weit vor seinem Tor stehenden Schlussmannes Will locker erlaufen konnte, doch Kizilkans Schuss auf das leere Tor flog vorbei. „Wir hätten den Sack schon deutlich früher zumachen müssen“, kritisierte Paul Becker nach dem Spiel. So mussten die Gastgeber bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Roman Herberich aus Kaub warten, ehe der Sieg unter Dach und Fach